Um meinen Geburtstag nachzufeiern wurde ich von meinem Mann vergangenes Wochenende zum Essen eingeladen. Da wir diesen Abend ganz bewusst genießen wollten, haben wir keine Kamera mitgenommen. Aber dennoch möchte ich Euch von einem wunderschönen Abend in einem kleinen Restaurant berichten.
Israelische Küche im Frankfurter Norden
Da wir gerne Neues ausprobieren und prinzipiell von der orientalischen Küche angetan sind, hatte mein Mann das Carmel (soll zu Deutsch so viel wie "Weinberg Gottes" heißen) im Frankfurter Nordend ausgesucht. Auf der übersichtlichen Speisekarte findet man ausschließlich Gerichte der israelischen Küche; neben den klassischen französischen Weinen werden auch israelische und griechische Weine angeboten. Bis auf zwei Gerichte werden ausschließlich fleischhaltige Hauptspeisen angeboten, wobei das Restaurant mit einer sehr hohen Qualität seines auf dem Lavagrill gebratenen Fleisches wirbt.
Service
Wir hatten im Voraus einen Tisch reserviert, was ich durchaus empfehlen kann, wenn man in einer Gruppe unterwegs ist oder sicher gehen möchte, aber es sah ganz danach aus, als würden zwei Personen immer unterkommen. Wir kamen im strömenden Regen an und als wir noch unsere Schirme ausschüttelten, öffnete uns der aufmerksame Kellner die Tür und nahm sich unserer nassen Sachen an. Er führte uns zu unserem Tisch unter einem Kronleuchter und brachte uns innerhalb kürzester Zeit die Karte, verwies dabei noch auf die Tageskarte und ließ uns dann ausreichend Zeit, unsere Speisen und Getränke auszuwählen. Der Service war im Großen und Ganzen sehr gut und schnell. Der Kellner machte einen kompetenten, höflichen Eindruck und hielt sich dezent im Hintergrund.
Speisen und Getränke
Wir hatten uns für eine Portion Hummus mit Pitabrot entschieden, wobei der Hummus zwar wunderbar cremig war, es aber etwas an Pitabrot mangelte, um die ganze Portion aufzunehmen. Im Anschluss daran hatten wir uns Hähnchenspieße vom Lavagrill mit Bulgur und verschiedenen Salaten bestellt. Das Hähnchen war überaus zart, sehr saftig und wunderbar aromatisch - der Lavagrill hatte ganze Arbeit geleistet. Der Bulgur war Bulgur, die Salate bestanden größtenteils aus eingelegtem Gemüse. Der israelische Rosé, den wir zum Essen hatten, war sehr leicht und frisch, schmeckte im Abgang nach Cranberries, was uns angenehm auffiel.
Fazit
Abschließend kann ich zusammenfassen, dass das Carmel vor allem mit seinem stilvollen Ambiente und seinem kompetenten Servicepersonal punkten kann. Das Essen ist auf jeden Fall einen Versuch wert und vor allem Gäste, die gerne Fleisch essen, kommen auf ihre Kosten. Die Beilagen sind nichts besonderes, wenn man die orientalische Küche kennt, doch für Neulinge auf dem Gebiet sicher interessant. Wer also experimentierfreudig ist und nach einer Abwechslung im mittleren Preissegment sucht, der ist im Carmel wunderbar aufgehoben.